Was genau ist „Vitamin D"?

Das „Vitamin D" ist kein Vitamin, sondern ein Hormon. Unser Körper ist in der Lage ist, es aus Sonnenlicht selbst herzustellen.

Das Vitamin D aktiviert in unserem Körper zahlreiche Gene. Ist nicht genug  Vitamin D vorhanden, ist es uns nicht möglich, unsere volle Gesundheit zu erlangen und zu erhalten.

Durch die Aufklärung der letzte Jahre in Hinblick auf Hautkrebs und dem Schutz vor Sonne, sowie des überwiegenden Aufenthaltes in geschlossenen Räumen, leiden heute viele Menschen an einer drastischen Unterversorgung mit Vitamin D. Experten sprechen von einer Mangelepidemie in Nord- und Mitteleuropa (betroffen sind angeblich rund 1 Milliarde Menschen).

Da wir in Mitteleuropa ca. 6 Monate (trotz Sonne) keine Möglichkeit haben, Vitamin D mit Sonnenlicht aufzunehmen, das Essen dazu nur einen kleinen Beitrag zu leisten vermag, ist es besonders wichtig, sich im Sommerhalbjahr damit aufzutanken. Sind unsere Lager voll, können wir Vitamin D für ca. 4 Monate speichern.
Was sind die  Wirkungen von „Vitamin D"  im Körper?
Es ist wichtig für das Knochenwachstum und die Einlagerung von Calcium im Knochen.
Ein genügend hoher Vitamin-D-Pegel ist die beste Vorbeugung gegen Osteoporose und Rachitis. Es beugt vor und unterstüzt beiBrust- und Dickdarmkrebs. Vitamin D hilft der Fließfähigkeit der Arterien, erhält sie geschmeidig, schützt somit vor Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.
Bei sämtlichen Haut- und Knochenproblemen sowie Pilzbelastungen ist der ausreichende Vitamin-D-Status eine wichtige Voraussetzung für die Heilung. Bei Mangel besteht die Gefahr von Insulinresistenz.

Wie können wir Vitamin D bilden?

Die beste und billigste Art, den Vorrat aufzustocken, ist das tägliche Besonnen. In den Monaten Mitte April bis Mitte September ist der Einfallswinkel an Ultraviolettem Licht B so, dass wir in der Mittagszeit davon tanken können. Nutzen Sie die kostenlose Sonnenenergie und setzen Sie sich täglich 5 Minuten ohne Schutz (also keinen Kopfschutz und auch keine Sonnencreme, machen Sie so viele Körperteile frei wie möglich) der Sonne aus. Nicht länger! Wenn es Ihr Teint zulässt und/oder Sie schon ein wenig braun sind, können Sie das Sonnentanken bis zu 20 Minuten ausdehnen.[1]

...und in den Wintermonaten.

In Mitteleuropa kann  Vitamin D in den Wintermonaten (= von Mitte Oktober bis Mitte April) über die Haut nicht aufgenommen werden, weil der Einstrahlwinkel der Sonne zu flach ist.

Üblicherweise reicht das Depot, vorausgesetzt, man hat in den Sommermonaten tatsächlich ausreichend Vitamin D eingelagert,  4 Monate. Das bedeutet, dass man in den beiden letzten Monaten des Winterhalbjahres ev. tatsächlich einen Vitamin D Mangel hat.

Den direkten Sonneneintrahlwinkel das ganze Jahr über gibt es ab dem 37. Breitengrad, das entspricht der Linie von Los Angeles - Sizilien.

Ausreichend Vitamin D über die Nahrung?

An Nahrungsmitteln liefern uns Pilze Vitamin D. Getrocknet enthalten sie sogar mehr Vitamin D. Während des Trocknungsprozesses reichert sich Vitamin D vermehrt an!
Weiter ist es enthalten in fetten Fischen, Eiern, Milch, Butter, und Innereien wie  Leber oder Niere. Die Mengen an Nahrungsmitteln, die Sie essen müssten um sich Ihr Vitamin D zu sichern, sind 150 – 300 Gramm Pilze, 4 Liter Milch, fast 2 Kg Leber, 400 Gramm Butter oder 400 Gramm Käse, TÄGLICH!

Mit der Nahrung allein kann der Bedarf nicht gedeckt werden.Vitamin D als Nahrungsergänzung ist wichtig.

Lebertran

In den heute üblichen Lebertran Produkten ist oft kein bzw. nicht ausreichend Vitamin D vorhanden. Lt. Dr. Nicolai Worm jedoch zu viel Vitamin A, was schnell zu einer Überdosierung und somit Vergiftung mit Vitamin A führen kann.

Erste Maßnahme:  Lassen Sie Ihren  Vitamin-D Status  im Blut feststellen[2]. Der für die Beurteilung eines Mangels wichtige Marker ist das gesamte Vit. D (25-OH) total im Gegensatz zu Vit. D (1,25 –OH), welches bei Mangel von den Nieren vermehrt zur Verfügung gestellt wird und zu irreführenden Ergebnissen führen kann. Schulmedizinisch gilt ein Wert des Vit D (25-OH) total von 32 ng (= Nanogramm pro Milliliter) als gut, alles was darunter ist, gilt als Unterversorgung des Körpers.  Laut neuesten Erkenntnissen ist die optimale Funktion aller von Vitamin D abhängigen Gewebe erst ab 40 ng/ml gegeben. Werte von 40 bis 90 ng/ml sind anzustreben, 100 ng/ml sollte nicht überschritten werden.

Wie kann man Vitamin D zuführen?

Besprechen Sie, nachdem Sie den Blutwert ihres Vitamin D Spiegels erhalten haben, das Ergebnis sowie weitere Maßnahmen mit Ihrem Arzt. Als Grundlage für das Gespräch mit dem Arzt, im Folgenden Richtwerte zur Gabe von Vitamin D nach Dr. med. Jörg Spitz und  Dr. Nicolai Worm: Unterscheiden Sie die Erhaltungsdosis von einer allenfalls nötigen Aufstockung Ihres Vitamin D-Spiegels.
Die Erhaltungsdosis für Erwachsene in den Wintermonaten beträgt mindestens 2000 I.E. pro Tag. Da Vitamin D vom Körper gespeichert werden kann, ist es egal, ob man es täglich oder wöchentlich zuführt.
Generell gilt: 1ng/ml Vitamin D =  40 I.E. (=„Internationale Einheiten") 2,5ng/ml Vitamin D   = 100 I.E. Bei Zufuhr dieser Dosis erhöht sich der Vitamin-D-Pegel innerhalb einiger Monate um 1ng/ml.

Ob Sie zusätzlich zur Erhaltungsdosis von 2.000I.E. täglich einen erhöhten persönlichen Bedarf haben, ergibt sich aus dem Blutbefund.

So berechnet man den individuellen Bedarf:

Zielwert (siehe oben) minus Ausgangswert (siehe Blutbefund), ergibt den  Bedarfswert. Der Bedarfswert wird mit der Steigerungsdosis  von 100 I.E. multipliziert. Erhaltungsdosis plus Steigerungswert ergibt den persönlichen Tagesbedarf an Vitamin D.

Bsp:
Zielwert: 40ng/ml, minus dem Ausgangswert von 20 ng/ml, ergibt einen Bedarfswert von zusätzlich 20 ng/ml. Der zusätzliche Bedarf von 20 ng/ml wird mit 100 I.E. multipliziert, das macht 2.000 I.E.zusätzlich pro Tag. Dieser Wert sollte also zur Erhaltungsdosis zusätzlich
eingenommen werden, also insgesamt tgl. 4.000I.E. täglich oder 28.000 I.E. einmal pro Woche.

Aus zahlreichen Studien geht hervor, dass erst eine ausreichende, konsequente und sehr hoch
dosierte Zufuhr sehr langsam zu einem leichten Ansteigen des Vitamin D Status führt.
Manche Ärzte raten zu einer Stoßtherapie; diese kann nur vom behandelnden Arzt verordnet werden und sollte von ihm auch eng begleitet und genau kontrolliert werden.

In den Sommermonaten kann der Bedarf an oraler Zufuhr von Vitamin D stark abnehmen bis hinfällig werden, je nachdem wie sehr man der täglichen Sonnenbestrahlung mit Ultraviolettem Licht B ausgesetzt ist.


Welches Produkt aus der Apotheke?

Zum Beispiel:
Oleovit
1 Topfen Oleovit[6] = enthält 400 I.E.
Pure encapsulations
In Kapselform: 2 Dosierungen
zu je 1.000 I.E. oder zu je 5.000 I.E. pro Kapsel
Als Tropfen:  zu je 1.000 I.E. pro Tropfen aus der beigefügten Pipette.

Der deutsche Versandhandel http://www.vitaminexpress.org/ bietet
Vitamin D zu Kapseln mit je 5000 I.E. an, was praktisch ist, weil man bei erhöhtem Bedarf (wie es meist in den Wintermonaten der Fall ist), bloß eine Kapsel zu schlucken braucht.

Vitamin D für Veganer
Vitamin D3 Vegan von Vialitiy erhältlich ebefalls bei vitaminexpress: http://www.vitaminexpress.org) Tel. 0800 12 12 18 gratis  zu Kapseln a 1000 I.E. und zu 5.000 I.E. pro Kapsel.

Beachten Sie in jedem Fall die Dosierungsangaben auf dem Beipackzettel!
Der persönliche Tagesbedarf  (= Erhaltungsdosis plus Aufstockung für den höheren Bedarf) für Erwachsene in den Wintermonaten beträgt durchschnittlich 5000 I.E. pro Tag.
Üblicherweise entspricht 1 Tropfen Oleovit = 400 I.E.
Dosierung: 5 Tropfen (= Erhaltungsdosis)  bis zu 12 Tropfen (individueller Tagesbedarf) täglich, das entspricht 2000 – 4800 IE. Bei wöchentlicher Gabe wäre das eine einmalige Gabe von 70 Tropfen Oleovit.

Keine Kombi-Präparate mit Kalzium verwenden. Experten raten davon strikt ab, weil die erforderliche Dosis für Vitamin D aufgrund des individuellen Bedarfs hoch sein kann und die Kalziumzufuhr damit für den Körper insgesamt zu hoch wird.

Kontrolle im Frühling und im Herbst den Vitamin-D (25-OH) total Spiegel (Arzt,Labor) messen lassen.
Ein verantwortungsvoller Umgang mit Vitamin D lt. Nicolai Worm könnte dieser sein: Ohne Sonne (im Winter) 4.000 – 5.000 I.E., mit ein wenig Sonne 2.000 I.E., und im Sommer keine zusätzliche orale Einnahme von Vitamin D. Dies alles bei regelmäßiger Beobachtung des
Vitamin-D-Spiegels im Blut, zweimal pro Jahr.

Dosierung für Kinder: mit dem Arzt  besprechen

Überdosierung?

Zu viel Vitamin D ist giftig (es findet sich als solches in Rattengift).

Es gibt klinische Versuche, wo die Einnahme von mehr als dem doppelten der empfohlenen Tagesdosis (diese liegt bei 10.000 I.E. pro Tag) über mehrere Wochen keine
Auswirkungen auf den Kalziumstoffwechsel gehabt hat.

Anzeichen einer Überdosierung:

Der Kalziumspiegel im Blut steigt, Übelkeit und Erbrechen, Harndrang,Gewichtsverlust sowie Depression; nach Wochen und Monaten eines zu hohen Vitamin D-Spiegels: kann es zu
Nierensteinen und Gefäßverkalkung kommen.

Keine orale Zufuhr von Vitamin D bei Sarkoidose (= eine Krankheit, bei der sich im Bindegewebe kleine Knötchen bilden, die sich im ganzen Körper ausbreiten und Organfunktionen beeinträchtigen). Bei dieser Erkrankung wandelt der Körper sowohl das mit der Sonne getankte als auch das künstlich zugeführte Vitamin D im Übermaß in die aktive Form um. Hier sind regemäßige Kontrollen des Kalziumspiegels unerläßlich um die richtige Dosierung sowohl für das Sonnenbaden als auch für die künstliche Zufuhr an Vitamin D zu ermitteln.
Bei der Neigung zu kalziumhaltigen Nierensteinen Hyperkalzämie (= Neigung zu erhöhtem Kalziumspiegel), z.B. aufgrund einer Nebenschilddrüsen-Überfunktion, sollte eine  künstliche Zufuhr von Vitamin D  NUR unter regelmäßiger ÄRZTLICHER Betreuung erfolgen.

Vitamin K2 serh hipp und ab 50 (?) für viele genauso wichtig wie Vitamin D

Vitamin D sollte mit Vitamin K2 kombiniert werden:

Vitamin K2 kommt in (Fisch)Eiern, Innereien, (fettem) tierischem Gewebe und Milchfett, vor allem von Weidetieren (vgl. Sommerbutter!) vor, hat die vom Zahnarzt Dr. Weston Price beobachteten Wirkungen zur Verbesserung der Zahngesundheit, sowie auch der Herzgesundheit.

Pflanzliches Vitamin K2 in relevanten Mengen: Natto (ist eine Speise aus gekochten Sojabohnen, die ein bis zwei Nächte bei 40 Grad C in Reisstroh gewickelt werden. Der in Reisstroh enthaltene Heubazillus „Bacillus subtilis natto"  fermentiert die Sojabohnen zu „Natto"). Natto galt als Speise für Mönche, Krieger und Adelige; es gab ihnen Kraft und Ausdauer und stärkte ihr Immunsystem).

Ein Mangel an Vitamin K2 wird mit Krebs und Herzinfarkt in Zusammenhang gebracht.

Vitamin K2 ist ein Vorläuferstoff für Osteocalcin und MGP und dient damit Gesundheit der Arterien. Denn beides sind Eiweiße, die von Vitamin K2 abhängig sind.
Osteocalcin, ist das häufigste, nicht-kollagene Eiweiß in den Knochen und bindet sehr gut Calcium.
MGP (= Matrix Gla Protein, bekannt erst seit 1983) kommt überwiegend in den Weichteilen vor und bewirkt glatte Blutgefäße, indem es Verkalkung von Blutgefäßen verhindert. Das Vitamin K2 aktiviert diese Proteine. Ist nicht genug Vitamin K2 vorhanden, wird nichts aktiviert: bei Unterversorgung mit lebensnotwendigen Stoffen achtet unser Körper darauf, dass sämtliche lebenserhaltenden Funktionen erhalten bleiben. Langfristig kann das zu ev. nicht reparablen Folgeschäden kommen, etwa zu verkalkten Arterien und ausgelaugten Knochen.

In jungen Jahren dürfte der Calciumhaushalt, also der Auf- und Abbau von Calcium, noch ausgeglichen erfolgen. Ab dem 50.Lj. und nach dem Wechsel, durch den Mangel an Östrogen (daher bei Frauen vermehrt Osteoporse), kommt es zu einem Ungleichgewicht, sodass es nicht, wie bisher vermutet, an der Calciumversorgung mangelt, sondern an Vitamin K2 und Vitamin D. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom „Calciumparadoxon": Man hat im Laufe der Jahre an vielen Menschen beobachtet, dass trotz intensiver Einnahme von Calcium „das Risiko für Atherosklerose und Herzinfarkt steigt" (Pies S. 45, Buchtipp siehe unten).

Da Vitamin K2 das Eiweiß MGP aktiviert, fördert es das jugendliche Aussehen. Falten und schlaffe Haut sollen ebenfalls mit einem Mangel an Vitamin K2 zusammenhängen.

Bei Ratten konnte durch Fütterung von Vitamin K2 37% des Plaques aus bereits bestehenden Ablagerungen in 6 Wochen entfernt werden. (Pies S. 65 und auch epidemiologische Studien am Menschen S. 68, Buchtipp siehe unten).

Seinen Bedarf deckt man mit regelmäßigem Konsum von (Bio)Eiern, Bio-Sommer-Butter, Fischeiern und von Innereien, (vor allem wenn Sie ein Glyko- Parasympathikus- oder Ausgewogener Stoffwechseltyp sind). So Sie Casein vertragen, tut auch ab und an gereifter Hartkäse gut. Vegetarier und Veganer sollten regelmäßig Natto essen.

Nach dem 50. Lj., insbesondere nach dem Wechsel (oder als Veg(etarie)aner, wenn Sie Natto nicht mögen) scheint es ratsam (vieles ist noch nicht erforscht), zusätzlich zur typgerechten Nahrung, K2 als Präparat regelmäßig gemeinsam mit Vitamin D zuzuführen.

Die empfohlene Dosierung beträgt 100mcg Vitamin K2 zu 2.500 I.E. Vitamin D. Für die meisten bedeutet das in den Wintermonaten 5000I.E. Vitamin D und 200mg Vitamin K2. Die Firma Vitaminexpress bietet Kapseln mit dieser Dosierung an (also die ganze Tagesdosis in einer Kapsel). www.vitaminexpress.org. Im Sommer kann die Einnahme von 2000 I.E. mit 1 Kapsel Vitamin K2 a 100 mcg ausreichend sein. (Bitte anfangs mittels Blutbefund überprüfen lassen).

 

Die hier angeführten Infos beziehen sich auf folgende der folgenden Literatur:
Dr. Nicolai Worm „Heilkraft D" (systemmed/ 978-3-927372-47-4)
Dr. med. Jörg Spitz Superhormon Vitamin D (GU 978-3-8338-2272-8)
Dr. Paolo Colombani „Fette Irrtümer" (orell füssli/978-3-280-05372-0) 

Zu Vitamin K2:

Vitamin K2 Vielseitiger Schutz vor chronischen Krankheiten/ Josef Pies Vak Vital 2. Auflage 2014/
978-3-86731-102-1 und Homepage der Firma Vitaminexpress.org/de/vitamin-d-und-vitamin-k-kombinieren

[1]Angst vor Hautkrebs brauchen Sie in diesem Fall nicht zu haben, im Gegenteil! Vitamin D schützt sogar davor. Lesen Sie nach bei Dr. Nicolai Worm „Heilkraft D“ S. 106ff. Experten haben berechnet, dass auf jeden sonnenbedingten Hautkrebs andererseits 30 Menschen vor dem Krebstod bewahrt werden – in dem sie für eine genügende Vitamin-D-Produktion sorgen (ebenda S. 24).

[2] Für diese Blut-Untersuchung im Labor muss man nicht nüchtern sein. In Österreich den
Hausarzt nach einer Überweisung an das Labor fragen.  Ärzte haben, von der Krankenkassa aus, ein bestimmtes Kontingent. Nicht immer stimmt der Arzt dieser Untersuchung auf
Kosten der Krankenkassa zu. Die Bestimmung von Vitamin D im Blut kostet Sie privat: ca. 35 euro.

[3] Dr. med. Jörg Spitz Superhormon Vitamin D (GU 978-3-8338-2272-8)

[4] Dr. Nicolai Worm „Heilkraft D"
(systemmed/ 978-3-927372-47-4)

[5] Eine Metaanalyse vieler einzelner Studien zu dem Thema belegt, dass eine
Dosierung von unter 2000I.E. einen Mangel nicht ausgleichen kann. Das Vitamin
D, das wir oral aufnehmen, sammelt sich im Körper an und wird nicht sofort
wieder abgebaut, erst wenn es gebraucht wird.

[6] D2= pflanzliches Vitamin D. D3= tierisches Vitamin D. Üblich ist das
aus dem Lanolin der Schafwolle hergestellte Vitamin D3 (also nichts für Veganer).

Gicht, so ist den meisten gut bekannt, stammt von Purinen. Der darin enthaltene Harnstoff, so heißt es, kristallisiert aus und lagert sich in den Gelenken ab, was arge Schmerzen verursacht, die wir als „Gicht" bezeichnen (Meist beginnen die Schmerzen bei der großen Zehe). Diese Harnsäure kann über zwei Wege gebildet werden – den Purin-Stoffwechsel und den Fructose-Stoffwechsel. Wobei bis jetzt immer das Hauptaugenmerk auf den Purinen lag. Die herrschende Lehre geht davon aus, dass die mit der Nahrung fett- und eiweißreicher Kost zugeführten Purine zu Ablagerungen führen und bewirken, dass in unseren Gelenken Gicht entsteht. Rotes Fleisch, allen voran Innereien, ist ganz besonders reich an Purinen und ist daher zu meiden, will man Gicht vorbeugen oder heilen.

Neue Erkenntnisse gehen in eine ganz andere Richtung, nicht die direkt zugeführten
Purine erzeugen Gicht, sondern die von unserem Organismus nicht ordnungsgemäß abgebaute Fruchtsäure kann in Harnsäure auskristallisieren und so Gicht erzeugen. Lesen Sie dazu mehr:

Dieser Artikel stammt von meiner Kollegin Birgit Venetz (www.venetz.at), Leiterin von Metabolic typing, in Europa; Birgit Venetz hat ihre Ausbildung direkt bei William Wolcott absolviert und bildet neben ihrer Tätigkeit als engagierte Beraterin Kollegen und Kolleginnen in der Methode Metabolic typing aus. Da das Rad nicht zweimal erfunden werden muss, habe ich sie gebeten, ihren Artiekl auf meiner Homepage veröffentlichen zu dürfen, wozu sie gerne ihre Einwilligung gab.


Neulich gab es einen interessanten Artikel im Newsletter des „Zentrum der Gesundheit".
Seit Monaten gibt es zum Thema „Gicht durch Fructose" Unmengen von Artikeln in englischer Sprache, weshalb ich es sehr begrüßenswert fand, dass es nun auch einen Artikel zu diesem Thema  auf deutsch gibt.

Hier eine Zusammenfassung dieses Artikels (den ganzen Artikel finden Sie hier: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/gicht-durch-fructose-ia.html?utm_source=nl&utm_medium=newsletter&utm_campaign=NL13032):

Die „Volkskrankheit" Gicht bedeutet schmerzhafte Schwellungen an Gelenken bedingt durch chronische Entzündungsprozesse.

Verantwortlich dafür ist überschüssige Harnsäure, die sich an den Gelenken ansammelt. Diese Harnsäure kann über zwei Wege gebildet werden – den Purin-Stoffwechsel und den Fructose-Stoffwechsel. Wobei bis jetzt immer das Hauptaugenmerk auf den Purinen lag.

Die klassischen Empfehlungen bei Gicht sind folgende:

Vermeidung von purinreichen Lebensmitteln (Fleisch, Fisch, Innereien, Fleischrühe, Sojaprodukten und Hülsenfrüchten), Vermeidung von Alkohol, besonders von Bier sowie von
fettreichen Lebensmitteln.

Als ideal gelten: Gemüse, Obst, Getreide, Milch und Milchprodukte. 

Aktuelle Studien haben nun die Entstehung von Gicht mit einer erhöhten Aufnahme von Fructose in Verbindung gebracht. Fructose beschleunigt den Abbau von Purinen, stimuliert deren Synthese und fördert die Produktion von Milchsäure. Die Milchsäure wiederum verringert die Ausscheidung der Harnsäuremenge über den Urin.
Somit hat Fructose einen großen Einfluss auf die Harnsäuremenge im Blut und damit auch auf die Entstehung von Gicht. Fructose ist heute weitverbreitet, da es sich dabei nicht nur um den eigentlichen Fruchtzucker in Obst handelt.
Vieles wird mit Fructose versetzt – meist in Form eines „high fructose corn syrup" – hüten Sie sich vor allem vor Maissirup! (Einen guten Beitrag zu diesem Thema finden Sie unter http://www.biomedizin-blog.de/de/maissirup--high-fructose-corn-sirup-hfcs-sehr-oft-ein-versteckter-zucker-in-lebensmitteln-wp261-253.html)

Eine Studie zu erhöhtem Gichtrisiko durch Fructose wurde in der Fachzeitschrift „Journal of the American Medical Assoziation" veröffentlicht.
In dieser Studie wurde festgestellt, dass Menschen, die fructosereiche Getränke zu sich nahmen, ein um 74 Prozent höheres Risiko hatten, an Gicht zu erkranken als jene, die ein solches Getränk nur einmal im Monat zu sich nahmen.

Deshalb wurden nun die Empfehlungen für Gichtkranke folgender Maßen angepasst:
Wenig: Getreide
Verzehr empfohlen: von viel Gemüse, kaltgepresstem Öl, Kartoffeln, glutenfreien Getreidesorten und gesunden Fetten (hier werden als beste Quellen Produkte aus der Kokosnuss und Avocado erwähnt), als gute Eiweißquelle wird die Lupine angeboten.
Vermehrter Konsum von Rohkost.
Einnahme von Verdauungspräparaten um das Verdauungssystem zu unterstützen.
Es ist auch die Rede von regelmäßigen Fastenzeiten von 16-24 Stunden um Leber, Niere und Darm zu entlasten. (Anmerkung von Birgit Venetz: Es macht mehr Sinn den Körper regelmäßig durch typgerechte Ernährung zu entlasten als immer wieder lange Fastenzeiten einzulegen. Menschen, die zu Unterzucker tendieren (derer gibt es sehr viele), profitieren nicht von Fastenzeiten. Vielmehr führt es bei diesen Menschen zu einer erhöhten Cortisolausschüttung infolge von erhöhtem Stress im Körper – was unbedingt vermieden werden sollte.)


Gicht aus der Sicht von Metabolic Typing – typgerechte Ernährung
Bei Metabolic Typing wird der Stoffwechseltyp ermittelt. Ohne Bluttest oder jegliche Geräte – vielmehr wird mit einem ausführlichen Fragebogen das autonome Nervensystem und das Verbrennungssystem ausgewertet, hier dient der Körper als Biofeedbackmaschine. Diese zwei Systeme werden stark von unserer Nahrung beeinflusst und sind somit für unseren Nährstoffbedarf ausschlaggebend.

Ein Schnellverbrenner und ein Parasympathikus, beide auch als Eiweißtypen bekannt, benötigen viel Eiweiß und viele Purine. Bei vlelen Menschen gehen die Alarmglocken an und es kommt der Einwand: „Aber Purine verursachen doch Gicht, das kann doch nicht gut sein!" Hier gibt es eine klare Antwort. Purine sind nicht das Problem. Vielmehr ist es abhängig davon, wie der Körper mit Purinen umgehen und diese verstoffwechseln kann.
Genau hierin sind die Eiweißtypen die „Experten": Purine und tierisches Eiweiß in jeglicher Form tun den Eiweißtypen gut, geben den Eiweißtypen ihre wertvollen dringend benötigten Nährstoffe und unterstützten deren Stoffwechsel.

Allerdings kann natürlich auch ein Eiweißtyp Gicht bekommen – nämlich durch zu viel Getreide, Obst und Alkohol. Und genau hier bringen diese neuen Erkenntnisse den wissenschaftlichen Beweis für etwas was William L. Wolcott, Gründer von Metabolic Typing, schon seit über
30 Jahren sagt! Danke liebe Wissenschaft J!
Metabolic Typing beruht auf dem Wissen, dass dasselbe Lebensmittel auf unterschiedlichen
Menschen (bedingt durch unterschiedliches genetisches Potential) unterschiedlich wirkt. Denken wir einfach an alle Urvölker und ihre unterschiedlichen Ernährungsformen, dann wird das sonnenklar. Wie schon in dem Artikel von „Zentrum für Gesundheit" erwähnt wird, gab es bei den Maoris (den Ureinwohnern) Neuseelands bis vor einigen Jahrzehnten keine Gichterkrankungen. Neuerdings leiden 10 bis 15 Prozent an Gicht. Als Hautpursache dafür wird der hohe Konsum
von Meeresfrüchten angesehen – eine etwas absurde Annahme, wenn man bedenkt,
dass sich Maoris seit jeher vorwiegend von Meeresfrüchten ernährten. Einen Riesenunterschied gibt es aber im Zuckerkonsum, sie nehmen heute 50 Mal so viel Zucker (dieser besteht zur Hälfte aus Fructose) und reine Fructose zu sich als früher. Auch hier liegt ganz offensichtlich die Erklärung in der neuen Erkenntnis von Zusammenhang von Fructose und Gicht. Ebenso wären sicherlich alle Inuits (Eskimos) an Gicht erkrankt, wären tierisches Eiweiß und Fett der einzige Auslöser dafür.
Gibt es Menschen, bei denen tierisches Eiweiß zu Gicht führt?JA! Ein Kohlenhydrattyp (= Symypathikus- und Betatyp, Anm.)  kann Purine nur schlecht verwerten und muss sich deshalb damit einschränken, wenn er sich an Wohlbefinden und Gesundheit erfreuen möchte. Wie Sie sehen, ist das Thema Nährstoffe und Gesundheit viel komplexer als es oft in vereinfacht dargestellt wird.

Es gibt nichts auf der Welt, was jedem gut tut. Naja, vielleicht mit der Ausnahme von Liebe, die tut sicher jedem gut! In Bezug auf Lebensmittel und Nährstoffe ist es aber eine Tatsache, dass wir alle einen anderen Bedarf haben. Deshalb ist es sehr wichtig, sich seiner Individualität bewusst zu sein und sich nicht nach „Allgemeinempfehlungen" zu richten.

Seien Sie sich Ihrer Individualität bewusst und fördern Sie diese! Metabolic Typing unterstützt Sie dabei. Wenn Sie nicht wissen, welches Ihr Stoffwechseltyp ist, dann ist es höchste Zeit für eine entsprechende Beratung.

 

Quellen: Zentrum der Gesundheit:http://www.zentrum-der-gesundheit.de/gicht-durch-fructose-ia.html?utm_source=nl&utm_medium=newsletter&utm_campaign=NL13032

William L. Wolcott, Healthexcel Institut für Metabolic Typing Revici, Research in Physiopathology as basis of guided chemotherapy Roger Williams „Biochemical Individuality"

Liebe Klientinnen und Klienten,

in diesem Abschnitt finden Sie Rezepte, Einkaufstipps und sonstige Infos zum Thema Gluten und Unverträglichkeit.

 

Als Neuankömmling im Bereich der Gluten Freiheit, scheint es vor allem hinsichtlich Nachspeisen und Kuchen keine Möglichkeit zu geben, sich die süßen Leckereien weiterhin zu gönnen. Dem ist nicht so! Gleich unten eine Auswahl an köstlichen Rezepten. Beachten Sie auch die Tipps fürs schnelle Backen sowie Tipps für glutenfreie Kekse und Konditoreiwaren weiter unten (nach den Rezepten)!

Genauso wenig als man beim Gluten freien Genießen auf Brot verzichten muss, ist auch kein Ende für Nudelgerichte angesagt, beachten Sie hierzu die Rezepte und Lokal-Tipps nach dem süßen Rezepteteil!

 

 

 

Rezepte Laktose- und Gluten frei

 

 

Weiterlesen: Ernährung bei GlutenUnverträglichkeit