Frühling ist zugleich die Zeit des größten Wachstums der Pflanzen: Hemmungslos durchbrechen Löwenzahnsprossen Betondecken um zu wachsen. Vom Lebensalter her ist es die Phase der Kindheit, die dem Holzelement zugezählt wird. Wer schon einmal müde Kinder erlebt hat, die nach Hause kommen, wo sie etwas Aufregendes vorfinden und diese sich im Handumdrehen regeneriert haben, weiß um die scheinbar nie ermüdende, überbordende Holzenergie bestens Bescheid. Im Frühling spielt auch der Wind eine große Rolle. Er bewegt sich über den Boden und räumt weg, was im Winter bedeckt hat. Ebenso bringt Frühling uns Menschen neue Lebensenergie und befreit, was im Winter eingepfercht und unterdrückt war.
Die Organe Leber und Gallenblase werden ebenfalls dem Holzelement zugezählt.
Das sagt nun tatsächlich viel über die Energie dieser beiden Organe aus, wobei die Leber das wichtigere ist. Sie gilt als General des Körpers und kontrolliert den Qi-Fluss, ihre Emotion ist der Zorn, sehr leicht ist die Leber gestaut, die Leber hasst Druck und liebt die Freiheit.
Zum einen ist Frühling die Zeit, in der die Leber besonders gut erreicht, das Leberblut besonders gut aufgebaut werden kann, zum anderen ist es auch die Zeit, in der die Leber besonders leicht in Mitleidenschaft gezogen, gestaut werden kann.


Ernährung im Frühling

Der Schwerpunkt der Küche im Frühling besteht darin, Leber und Gallenblase in ihrer Arbeit durch entsprechende Kost zu fördern, das Leberblut aufzubauen und die Immunkraft nach dem langen Winter möglichst gut zu unterstützen. 

Um die Leber bei ihrer Aufgabe, den Qi-fluss beweglich zu halten, nicht zu behindern, soll die Kost im Frühling leicht verdaulich sein. Saure Speisen sind ideal, weil sie die Leber entspannen und zugleich befeuchten, also das Leberblut aufbauen. Vgl. dazu auch den Spruch: „Sauer macht lustig!“
Der gesunde Qi-Fluss

Das Augenmerk der Ernährung liegt hier darauf, alles zu vermeiden, was den Qi-Fluss der Leber hemmen könnte. Wir unterscheiden dabei 2 Kategorien: Alles, was staut und alles, was austrocknet, kann zu Blockaden führen.

1.)  Blockierendes: Zu viel, zu schwer, spät abends oder nachts essen, schwer verdauliche Fette essen, sowie Paniertes, Frittiertes und Überbackenes. Aber auch Psychische Belastung und Stress beim Essen blockieren die Leber.

2.)  Austrocknendes: Stark gewürzte Speisen, scharfe Gewürze: Knoblauch, Chili, Curry. Trockene Speisen: Getoastetes Brot, Knäckebrot, stark Gegrilltes, Alkohol, vor allem scharfe Alkoholika, Kaffee und Schwarz (Grün)tee in großen Mengen.

Als stagnationslösend gelten folgende Tees
Passionsblumentee, Rosenblütentee, Melissentee, Pfefferminz-Wermuttee (=Pfefferminz und Wermut zu gleichen Teilen gemischt. Davon so viel entnehmen, als zwischen 2 Fingern Platz hat und das mit einem ¼ Liter heißen Wasser überbrühen, 10 Min. ziehen lassen, in kleinen Schlucken trinken‘).
Mäßig-sauer und mäßig-süß entspannen die Leber.
Im Lebermeridian ist nach Chinesischem Verständnis alles gespeichert, was man jemals erlebt hat (eventuell schon aus Vorleben mitbringt). In der Leber sitzen unsere Visionen, (Lebens)träume und unsere Kreativität. Auf langen Spaziergängen im Grünen, also durch Wiesen und Wälder, kann die Leber am besten entspannen und findet zu ihren ureigenen Träumen und Lebensaufgaben zurück, von wo sie unsere Visionen speist.
„Die Leber hasst Druck!“ daher regelmäßig für Entspannung und Freiraum sorgen!!!

Der Saure Geschmack (Suan) in Maßen genossen, hilft, die Leber bei Laune zu halten: Der saure Geschmack geht zur Leber und schützt sie (das Leber-Yang ist sehr leicht entflammbar = eine heiße Leber gerät leicht in Zorn!)
Mäßig Saures stärkt das Leber-Yin (= die Leber-Säfte). Leidet das Herz an Trägheit (Yang-Mangel), kann das Saure es erregen.
Saure Speisen schützen die Säfte, indem sie sie zusammenziehen und schließt die Oberfläche gegen Wind und Wetter.
Wirkrichtung des sauren Geschmacks: adstringierend und sammelnd, stopfend und einschnürend (z.B. Zitrone!).
Ein Zuviel an Saurem schädigt die Muskeln (Milchsäure – Muskelkater) und das Leberblut, das kann zu Bänder- und Muskelerkrankungen führen. Zuviel Saures bildet zu viel Speichel, dieser blockiert die Mitte.
Bei Erkrankungen von Muskeln und Sehnen: Saure Speisen vermeiden!!
Zuviel sauer-herb bewirkt Kummer, macht betrübt und traurig, führt zu ziehenden Muskelschmerzen, macht pedantisch und starr.
Ein „Suan“ Ren (=“Saurer“ Mensch): ist ein verbitterter Mensch, der in der Wandlungsphase Holz stecken geblieben ist. Die Lebensfreude des Feuerelementes geht ihm ab. (Anmerkung: Das hat nichts mit einem übersäuerten Organismus nach westlichem Verständnis zu tun).

Die Gallenblase (Dan)
Ist die Leber gut versorgt und muss sich auch sonst nicht allzu sehr ärgern (Stress geht aufs Herz, Zorn und Wut auf die Leber), bringt sie eine gute Gallenflüssigkeit hervor. Gallenflüssigkeit ist ein reines Produkt der Leber, es ist ihre Essenz.
Eine starke und gesunde Gallenblase (Dan) vermittelt die Goldene Mitte „Die Gallenblase ist der aufrichtige Beamte, der Entscheidungen trifft“.
Sie speichert die Gallenflüssigkeit und ist als solche verantwortlich für die korrekte Mitte. Urteilsvermögen und Entscheidungen kommen von ihr.
„Alle gehen zur Gallenblase. So auch der Herzkaiser, dem sie die Korrektheit seines (Nicht)tuns bestätigt“:
Die beiden Organe Herz und Gallenblase stehen in enger Bezug zu einander. Vgl. dazu die Mitternacht-Mittag-Regel: Von der Organuhr her, sind Gallenblase und Herz gegengleich gesteuert, hat die Gallenblase um Mitternacht ihre beste Zeit, hat das Herz seine schwächste Zeit. Und umgekehrt: zu Mittag ist das Herz stark, die Gallenblase nach der Organuhr schwach. (Die Mittag-Mitternacht-Regel hilft bei entzündlichen Erkrankungen von Organen, deren Maximalzeiten in die Nachtstunden fallen. In der Akupunktur wird durch Stechen des Tonisierungspunktes des jeweils zum erkrankten Organs in Opposition stehenden Meridians während dessen Maximalzeit, eine Beruhigung des gestörten Meridians erwirkt.)
Der Dünndarm wird von der Gallenblase in seiner Aufgabe unterstützt Klares vom Trüben zu trennen.
Die Gallenblase ist nicht zuletzt verantwortlich für unseren

  • Mut, allgemein
  • unsere Konfliktbereitschaft
  • unsere Durchsetzungskraft
  • Mut, daraus Pläne zu machen
  • Entscheidungsfreude

Eine schwache oder gestaute Gallenblase kann nichts vermitteln: Unser Urteilsvermögen ist getrübt, der Maßstab für das Korrekte ist verloren gegangen, jede Entscheidung fällt uns schwer.
Das zeigt sich an Entscheidungsschwierigkeiten, Unsicherheit, Unentschlossenheit. Oft ist man dann auch leicht zu entmutigen. Man ist verwirrt, ängstlich besorgt um Kleinigkeiten und unfähig adäquat zu handeln.
Die heute täglich anfallenden Entscheidungen schwächen unsere Gallenblase, fordern sie sehr stark (Vgl. Frage: Was koche ich heute? ist oft schwieriger zu lösen, als das Kochen selbst).
Hinter Alkoholsucht steckt oft viel Unsicherheit, Ängstlichkeit und Feigheit (Vgl. „Sich Mut antrinken“), Alkoholiker schwanken oft zwischen Größenwahn und Kleinmut.

Vermeidensliste bei gereizter Gallenblase
Alles, was die Leber blockiert: siehe oben
Insbesondere: hartgekochte Eier.
Fettes: Schwere, fett-salzige Speisen ( Pizza, Soßen mit Schlag, Räucherlachs; usw.); Minderwertige Qualität, insbesondere an Fett, Öl, Wurst, Geräuchertes, Schweinefleisch, Gans, Ente, Nüsse – v .a Erdnüsse, fett-süße Desserts: Mousse au Chocolat, Cremetorten, Nuss-,Mohn-Torten, ..
Scharf-Austrocknendes: Scharf-heiße Gewürze und Speisen hochprozentiger Alkohol und Cocktails
Die besten Küchenfette um die Galle zu schonen, sind Kokosfett und Butterschmalz. Diese sind mittelkettig und benötigen daher keine Galle um verdaut zu werden.
Es ist wichtig, dass die Gallenblase regelmäßig „trainiert“ wird. Sowohl durch Entscheidungen als auch durch Fette. Probleme mit der Gallenblase haben neben familiärer Disposition, ihre Ursache oft im jeglichen Vermeiden von Fetten.
Gut tut der Gallenblase: Maishaartee (in der Apotheke danach fragen) und das Gewürz Curcuma (= Gelbwurz)
Aufbau für das Leberblut oder die Leber entspannen

Frisches Grün in Form von frischen Kräutern und Wildsalaten von Bärlauch, frischen Brennnesseln, Löwenzahnblättern, Gänseblümchen und jungem Spinat. Tipp: Zum Abschluss der Zubereitung über die Speisen darüber geben.
Die aufstrebende Energie des Frühlings unterstützen durch vermehrten Konsum von Keimen und Sprossen aller Art (z.B. Kresse, Bockshornkleesamen, Alfa-Alfa (Luzerne), Rettichsamensprossen), mit denen wir diverse Speisen wie Suppen oder Salate bereichern können. Vgl. dazu den Link auf meiner Homepage: Let´s Spross. Dort finden Sie das von meiner Kollegin Marianna Crosina entwickelte Keimgerät für Sprossen, mit dem das Sprossen garantiert gelingt und viel Freude bereitet. Durch eine eigene Technik des Umgangs mit den Sprossen, haben diese noch mehr Energie (vgl. dazu den Kurzfilm auf meiner und Marianna Crosinas Homepage.).

Kleine Mengen Milchsauervergorenes Gemüse wie z.B. Sauerkraut ergänzen unseren Speiseplan. Des Öfteren: Als Gemüse Stangensellerie, auch dieser entspannt die Leber ganz wunderbar.
Blut aufbauen im besonderen
Durch Leber (insbesondere glaciert, mild gebraten, gebacken; als Leberknödel – insbesondere für Glyko, Parasympathikus- und Ausgewogene Typen)

  • Des Öfteren, mindestens 1mal pro Woche: Hühnerkraftsuppe: das bedeutet das Huhn möglichst im Ganzen auskochen, bei langer Kochzeit (mindestens 2 Stunden); Rezept im Buch „Was den Einen nährt, macht den Anderen krank“
  • Rotes Gemüse und Obst: Rote Rüben (Rote Beete), Tomaten in gekochtem oder getrocknetem Zustand; als Kompott oder Marmelade; nicht tiefgekühlt: Rote Beeren, Granatapfel(saft), Kirsch(saft)
  • Durch Kräuterblut aus dem Drogeriemarkt, und die Umeboshipflaume aus dem Reformhaus
  • Stangensellerie (auch frisch gepresst als Saft)
  • Das Leberblut regeneriert im Liegen, wenn es möglich ist, nach dem Mittagessen für 10 – 20 Minuten hinlegen.

Wind (Feng)
Die Bewegungstendenz des Windes ist nach oben und außen
gerichtet: (= Yang).
Wind ist physiologisch notwendig, um die milde Frühlingsluft zu verbreiten, das Leben anzuregen.
Aber er ist zugleich die „Speerspitze“ (= die Ursache) vieler Erkrankungen:
Wind dringt fast immer von außen in den Körper ein und befällt die Obere Körperhälfte.
„Der Wind weht wie und wo er will.“ = Windkrankheiten zeigen sich an wandernden Schmerzen
.
Meist vermischt sich Wind mit anderen pathogenen klimatischen Faktoren:

Wind-Kälte: Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Abneigung gegen Kälte und Wind, fehlender Schweiß, Husten.
Wind-Nässe: Lähmungen, Steifheit von Nacken und Rücken, Krämpfe der Gliedmaßen.
Wind- Hitze: Husten, Tonsillitis(Mandelentzündung), starke Kopfschmerzen, Konjunktivitis, hohes Fieber, Zahnschmerzen, die zum Wahnsinn treiben,…
Wenn Wind eingedrungen ist, kann das das Wei Qi (= die Immunabwehr) schwächen, d.h., er blockiert es in seiner Funktion beim Öffnen und Schließen der Poren; bleibt der Wind im Körper, bekommt man leicht einen Grippalen Infekt.

Dagegen hilft: Ingwertee (3-4 Scheiben frischen Ingwer 20 Min. in ½ Liter heißem Wasser köcheln). Das vertreibt die Kälte in der Außenschicht unseres Körpers. Vorsicht, ist die Erkältung tiefer eingedrungen: keinen Ingwertee mehr trinken!

Windpunkte schützen!
Diese befinden sich im Nacken. Nach dem Verständnis der Chinesischen Medizin betritt der Wind dort unseren Körper. Ein Schal, ein Halstuch, ein hochgestellter Mantelkragen oder zur Not, die Handflächen, können bei Wind, Zugluft, Klimaanlage usw., helfen, den Wind am Betreten unseres Körpers zu hindern.

  • Ist der Wind in unseren Körper gelangt (Sie waren z.B. Wind ausgesetzt ohne es zu merken und fühlen sich nun etwas angegriffen, so wie am Beginn einer Erkältung), dann lassen Sie sich schaben. Ein einfacher Löffel mit nicht zu scharfen Kanten wird über den bloßen Rücken geführt, die Haut des Rückens „wird geschabt“. Vorsicht: Die Wirbelsäule auslassen, aber rechts und links davon den Rücken mit dem Löffel in kräftigen Zügen schaben. Den Rücken zuvor ev. mit ein wenig Massageöl einölen. Ist Wind im Körper, wird der Rücken oft sehr rot. Nach dem Schaben kann es einige Tage dauern, bis sich die Farbe am Rücken wieder normalisiert, aber der Wind kann durch die mittels Schaben geöffnete Oberfläche den Körper wieder verlassen und man wird nicht krank.
  • Zur Vorbeugung oder um wieder voll fit zu werden, gehen Sie zu einer Tuina- Behandlung! Tuina ist neben Ernährung, Kräutern, Akupunktur und Qi Gong, eine der fünf Behandlungsmethoden der TCM. In China gibt es ganze Abteilungen pro Spital, die mittels Tuina heilen.

Und so könnte ein Speiseplan der unterschiedlichen Stoffwechseltypen für den Frühling aussehen, der die Leber und die Galle gut unterstützt:
Thermik: warm, ein wenig heiß, neutral

FRÜHSTÜCK
Das WARME Frühstück ist bekömmlich, nährend und wärmend.
Für Sympathikus- und Betatypen bietet sich an: Getreidebrei aus ein wenig heißen, überwiegend wärmenden und neutralen Getreidesorten in schnellen Zubereitungsarten: vorgekochte Haferflocken diese sollten gute 20 Minuten gekocht haben! Tipp: in Wasser vorgekocht, für mehrere Tage im Kühlschrank vorrätig haben) aus Grünkern, Dinkel, Kamut, Süßreis, Hirse, Polenta, ein wenig Hafer und Rundkornreis. Dazu immer ein wenig Eiweiß in Form von Nüssen, Nussmus, Ei, hin und wieder (wenn keine Laktose Unverträglichkeit vorliegt) ein wenig Ziegen, Schafkäse.
Rezeptideen
Süßreis und Roggen mit Ei und Kirschen (Rezept siehe unten)
Kamutbrei mit Adzukibohnen
Hafer-Buchweizenflocken mit Mandelmus und Zwetschken- oder Kirschenkompott
Warme Hirse, versetzt mit gestocktem Ei, mit frischen Erdbeeren, daruntergehoben
Polenta mit frischen Pfirsichstücken – gleiche Machart wie bei der warmen Hirse

Ideales Frühstück für Parasympathikus- und Glykotyp
Rezeptideen
Hühnerherzen mit Speck und Stangensellerie
Geschnetzelte Hühnerleber mit Radieschensprossen
Faschiertes (Hackfleisch) aus der Pfanne mit Roten Rüben und Grünblatt-Sprossen (= z.B. Alfalfa-, Senf-, Radieschen- und Kressesprossen).
Gekeimte Kichererbsen mit Schinken oder Gemüse
Bohnen mit Ei, Speck oder Schinken
Dicke Scheiben von der Leberstreichwurst oder von der Blutwurst (mit oder ohne Brot)

Die Ausgewogenen Typen
: können von allem essen und suchen sich aus dem Angebot das, was ihnen je nach Lust und Laune gut erscheint.

 

MITTAGESSEN
Für Sympathikus- und Betatypen
Rezeptideen
Rote Rüben(Beete)suppe
Kräutersuppe (Rezept siehe unten)
Dinkelbulgur mit Gemüse und Kichererbsen
Eierspeise mit Roten Rüben(Beeten), dazu ein wenig Voger(Feld)salat
Basmatireis mit Gelbwurz und Cashewkernen
Hühnerschnitzel als Rolle: mit blanchierten Soja-Sprossen darin eingerollt
Blätterteigstrudel, gefüllt mit Hirse, Spinat und Schafkäse
Putenbrust mit Rotem Rüben (Rotem Beete)salat
Fisch (Barsch, Snapper, Steinbutt) mild gebraten mit wenig Ingwer
Nudeln (auch aus Reisnudeln) mit Gemüse und ein wenig Huhn oder Thunfisch
Linsensuppe (Dal) mit roten Linsen und frischen Kräutern (Koriander, Basilikum, Bärlauch-, Brennnesselblättern)
Rotkrautrouladen mit Bulgur (Rezept siehe unten)

Für die Ausgewogenen Typen
Wokpfannen mit geschnetzeltem Fleisch /Fisch/Geflügel/ oder Bohnen, dazu Getreide und Gemüse
Rezeptideen
Suppe mit Bärlauch-Frittaten(Pfannkuchenstreifen), dazu viele frische Frühlingskräuter
Artischocken mit Dipp (Rezept siehe unten)
Quiche mit Speck, Zwiebel, Ei und vielen frischen Kräutern
Kalbsröllchen mit Pesto und getrockneten Tomaten

Für Parasympathikus- und Glykotyp
Rezeptideen
Wokpfanne von geschnetzeltem Rind, Lamm mit Stangensellerie oder Spargel
Gebratene Ente mit (blanchierten) Hülsenfrüchtesprossen

 

ABENDESSEN
Für Sympathikus- und Betatypen
Rezeptideen
Quinoa-Gemüse der Saison-Pilaw (Rezept siehe unten)
Omelettes mit ein wenig Schinken und Frühlingszwiebel
Dünne Palatschinken (Pfannkuchen) gefüllt mit ein wenig Faschiertem und Hülsenfrüchtesprossen (beachte: diese vorher blanchieren)
Speisen aus dem Dampfgarer: Fisch-, Puten-, Hühnerschnitzel mit gedämpftem Gemüse und Safranreis mit Hitziki-Algen
Gebratener Fisch (ein wenig) mit viel Gemüse und viel Reis
Rote Grütze

Für die Ausgewogenen Typen
Rezeptideen
Fischpfanne
Geschnetzeltes Fleisch mit ein wenig Getreide und viel Gemüse
Gekochte Spargel mit Bechamelsoße, oder Ei und Schinken
Siehe auch unter den Rezepten für die anderen Stoffwechseltypen, in der Menge an Beilagen und der Hauptspeise abgewandelt.

Für Parasympathikus- und Glykotyp
Rezeptideen
Hühnersuppe aus dem ganzen Huhn, mit viel Innereien vom Huhn
Rotkrautrouladen mit Faschiertem Lamm (Rezept mit Bulgur siehe unten, dieses abwandeln)
Hühnerhaxen (beine) gebraten mit Brennesselspinat
Pfanne von Entenleber mit Stangensellerie, gewürzt mit reichlich Gelbwurz (Curcuma)
Gekochte Spargel mit viel Bechamelsoße, dazu Rindslungenbraten
Kirschkompott mit Kokosmus

 

5 Rezepte für den Frühling

Süßreis und Roggen mit Kirschen
Stärkt das Qi von Milz und Herz, nährt das Blut
Zutaten: ¾ Tasse Roggen, ¾ Tasse Rundkornreis, 1 Handvoll Cashewnüsse, Zimt, Zitronen- oder Limettensaft, frische Kirschen, entkernt, 1 Ei, Gerstenmalz.
Zubereitung:
F        Roggen schroten und ohne Öl im Topf rösten; in kochendes Wasser einstreuen und über Nacht einweichen; am nächsten Tag den Roggen
E        mit einigen Cashewnüssen,
         Reis,
M       Zimt und
W       Wasser 30 Minuten köcheln ;
         Dann Flamme klein stellen und den Brei quellen lassen, bis das Getreide weich ist;
H        einen Spritzer Zitrone (oder Limette) zufügen;
F        entkernte Kirschen,
E        Eigelb und steif geschlagenen Eischnee unterheben; nach Bedarf süßen.
Zubereitungszeit: 15 Minuten
Kochzeit: 45 Minuten

 

Kräutersuppe
Entschlackend, Blutreinigend, Belebend, Baut Leberblut auf
Zutaten für 4 Personen:
H        50g Sauerampfer
F        100g Brennnessel
E        1 mittelgroßer Kopf Salat
M       1 Bd. Frühlingszwiebel
F        ca. 1,5 l heißes Wasser
E        250g Spinat
E        2 El Kokosfett
E        ½ Becher Schlagobers, flüssig
E        2 Eigelb
M       Pfeffer (Mühle)
M       Muskatnuss
W       Salz
Vorbereitung
Den Sauerampfer, die Brennnessel den Salatkopf und die Frühlingszwiebel, in schmale Streifen schneiden.
Zubereitung
In einer heißen Pfanne ein wenig Kokosfett zum Schmelzen bringen, die Frühlingszwiebel darin glasig dünsten, mit1/2 l heißem Wasser ablöschen, den Sauerampfer, die Brennnessel, den Kopfsalat und den Spinat dazugeben.
Alles zusammen weich kochen und anschließend mit dem Stabmixer pürieren. Das Obers mit dem Eigelb verrühren und in die Suppe einrühren. Mit frisch gemahlenem Pfeffer sowie mit Muskat würzen und mit Salz abschmecken.
Zubereitungszeit: 20 Minuten
Kochzeit: 20 Minuten
 

 

Artischocken mit Dipp
Reinigt und entspannt die Leber, fördert die gute Stimmung beim Essen (und danach)
Zutaten:
H        2-3 El Zitronensaft
F        Artischocken
F        heißes Wasser, soviel, dass die Artischocken gut bedeckt sind
E        1 El Olivenöl
M       Prise gemahlenen Kümmel
W       ca 1 Tl Salz
Zubereitung:
Den Zitronensaft mit dem heißen Wasser zum Kochen bringen, zuvor jedoch die feinen Härchen (= „Wolle“ oder „Heu“) entfernen,die Stängel der Artischocken etwas kürzen und die Artischocke von den ganz groben äußeren Blättern befreien, in das heißes Wasser geben, das Öl, den Kümmel und das Salz zugeben und in ca.. 20 Min. weich kochen.
Die Artischockenblätter Sie mit folgendem Dipp als Vorspeise servieren:
Dip:
4 El Olivenöl/ Pfeffer/ Salz/ 2 El Essig miteinadner verrühren.
Gegessen werden sie so:
Man zupft von außen nach innen Blatt für Blatt ab und taucht die fleischige Seite in den Dip.
Je weiter nach innen, desto mehr Fruchtfleisch ist an den Blättern. Das Innerste, „Artischocken-Herz“ genannt, können Sie ganz essen.
Zubereitungszeit: 10 Minuten
Kochzeit: 20 Minuten

 

Quinoa-Gemüse der Saison-Pilaw
Stärkt das Herz
Ein Pilaw ist ein abgerundetes Reis-Gemüsegericht: schnell zuzubereiten, nahrhaft und sättigend und dennoch leicht verdaulich. Es eignet sich ideal als Abendmahlzeit.
Zutaten:
F        1 Tasse trockene Quinoa
F        2 Tassen heißes Wasser
F        1 El frischer Rosmarin (ersatzweise getrockneten im Metallelement verwenden)
E        250 – 500 g weißer oder grüner Spargel in 3 cm Würfeln oder langen Stücken
E        1 große Karotte in Ringe geschnitten
M       MSP Koriander
E        2 El Kokosfett
M       ½ Zwiebel fein gehackt
M       1 Tl Bohnenkraut
W       Salz
H        Saft ½ Zitrone,
H        frische Kräuter
Zubereitung
:
Die Quinoa gut waschen – das ist wichtig, weil sei einen natürlichen seifigen Rückstand enthält, der bei einigen Menschen zu Verdauungsproblemen führen kann.
Danach die Quinoa in einem kleinen Topf zusammen mit 2 Tassen heißem Wasser, frischen Rosmarin, fein gehackt und Salz kochen.
Den Spargel in 3 cm Würfeln oder langen Stücken, die Karotte dazugeben, mit dem Koriander würzen, salzen. Alles zum Kochen bringen. Die Platte auf niedrige Hitze zurückschalten, den Deckel auflegen und alles in ca. 20 Minuten gar kochen.
In der Zwischenzeit:

Während die Quinoa und das Gemüse kochen, in einer großen, warmen Eisenpfanne, oder einem Wok, das Kokosfett zum Schmelzen bringe, die Zwiebel darin glasig dünsten, mit Bohnenkraut und Koriander würzen, salzen und mit Zitronensaft säuern. Die Quinoa und das Gemüse vorsichtig in die Pfanne geben, eine Gabel benutzen um sie aufzulockern.
Zubereitungszeit: 15 Minuten
Kochzeit: ca. 30 Minuten
 

Kalbsröllchen mit Pesto und getrockneten Tomaten
Nährend, Säfte aufbauend
Zutaten für 4 Personen:
F        Basilikum – oder Bärlauchpesto
E        4 Kalbsschnitzel (je etwa 150g), der Länge nach halbiert
E        12 – 16 große Spinatblätter
E        250g Champignons ohne Stiele, klein geschnitten
M       ca. 8 (bis 16- je nach Größe) getrocknete Tomaten
Zahnstocher

Zubereitung
Die Schnitzelhälften mit einem Schlägel auf der Arbeitsfläche flach klopfen. Zwei Drittel jeder Fleischscheibe mit Basilikumpesto bestreichen und mit ca. 4 getrockneten Tomaten belegen. Fleisch aufrollen und mit Holzstäbchen (Zahnstochern) zusammenfügen.
Die Spinatblätter blanchieren: mit einer (Spaghetti-)Zange 2-3 Sekunden in kochendes Wasser tauchen und kurz abtropfen lassen. Bei den Mangoldblättern zuvor den weißen Strunk herausschneiden.
Die Hölzchen aus den Kalbsrollen ziehen und jede Rolle mit einem weichen Spinatblatt (oder Mangoldblatt) umwickeln. Dann wieder mit Holzstäbchen feststecken.
Die Fleischröllchen in eine Schale des Dampfgarers legen. Die Champignons in die andere Schale. Das ganze 25 Min. garen. Vor dem Servieren, die Hölzchen aus den Kalbsröllchen ziehen.
Im Ganzen servieren oder diagonal aufschneiden.
Zubereitungszeit: 15 Minuten
Garzeit: 25 Minuten
Zubereitungszeit: 15 Minuten
Kochzeit: 20 Minuten

 

Rotkrautrouladen mit Bulgur
Nährend, baut Säfte auf, löst Qi-Stagnation
Zutaten:
H        150 g Kamutbulgur
E        4 große oder 8 kleine Rotkohlblätter
E        Kokosfett
M       1 Zwiebel fein gehackt
E        200g Champignons feinblättrig geschnitten
H        3 El Dinkelmehl
H        3 El Getreidesprossen
F        2 Tl Thymian frisch
E        3 El Walnüsse fein gehackt
E        2 Eier
E        250ml Apfelsaft
H        4 El Petersilie fein gehackt,
M       3 Tl getrockneter Basilikum
M       Pfeffer (Mühle)
W       Salz
W       ¼ l Gemüsesud (= Reste von Gemüsekochwasser, bzw. Suppengrün auskochen)
Vorbereitung:
Den Kamutbulgur für ½ Stunde in 1/2l Wasser einweichen.
Behandlung der Rotkohlblätter: Vom Rotkohl den Strunk herausschneiden, dann den ganzen Kohl in einen Topf mit kochendem Wasser geben und ca. 15 Min. köcheln lassen, abschrecken. Danach (kann man nun) die Blätter (ganz leicht) lösen.
Zubereitung:
Das Kokosfett in einem heißen Topf zum Schmelzen bringen, die Zwiebel dazugeben und kurz mitdünsten bis sie glasig sind, dann die Champignons dazugeben und kurz mitrösten, , mit Einweichwasser vom Bulgur angießen und kurz aufkochen, den Bulgur einrühren und in ca. 15 Minuten weich kochen. Dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Die Getreidesprossen und das Dinkelmehl unterheben, mit dem Thymian würzen, die Eier und Walnüsse unterrühren, mit Petersilie und Basiikum würzen und salzen.

Die blanchierten Kohlblätter mit obiger Masse füllen, die Seiten der Blätter zur Mitte hin einschlagen und aufrollen und mit Zahnstochern zusammenstecken.
In einer Pfanne Kokosfett erhitzen, die Rouladen einschichten. Den Apfelsaft mit dem Gemüsesud mischen und die Hälfte davon über die Rouladen gießen und 10 Minuten garen, wenden, und dann mit der zweiten Hälfte des Apfelsaft-Gemüsesuds übergießen und ca. 20 Minuten garen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.



 

Verwendete Literatur 

 

Wandlungsphase Holz, Band I, der Reihe „Die Wandlungsphasen der traditionellen chinesischen Medizin“ von Udo Lorenzen und Andreas Noll, Verlag Müller & Steinicke, München, 1992 ISBN 3-87569-110-5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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